24. September 2022 - 19:30 Uhr
KONZERT MIT DEM KUBUS QUARTETT
Sonya Suldina, Violine 1&2 - Liese Mészár, Violine 1&2
Sophie Wahlmüller, Viola - Trude Mészár, Violoncello
In der Gründungsbesetzung mit Ola Sendecki, Ruth Gierten, Liese Mészár und Trude Mészár spielten sie von 2014 bis 2020 in fester Besetzung. Bei Prof. Sebastian Hamann und Sylvie Altenburger absolvierten die Musikerinnen 2016/17 ein Kammermusikstudium an der HfM Freiburg im Breisgau. Eine Kooperation mit der Dresden Frankfurt Dance Company (ehemals Forsythe Company) führte das Quartett zu Gastspielen in europäische Städte wie Rom, Dresden, Frankfurt, Bilbao und Barcelona.

Die Saarbrücker Sommermusik verbindet einen literarisch/kulturhistorischen Schwerpunkt mit einem oder mehreren dazu passenden Komponisten. Im Jahr 2022 soll das Werk des Dichters Franz Werfel mit der Musik von Arnold Schönberg und seiner Umgebung verbunden werden. Dabei wird sich auch mit dem thematischen Komplex der politischen Verfolgung und der Emigration auseinandergesetzt. Sowohl Werfel wie Schönberg mussten aus politischen Gründen ihre Heimat verlassen und in die USA emigrieren. Andere Komponisten, wie D. Schostakowitsch, flohen dem politischen Druck in eine Art innere Emigration.
Bei der Sommermusik wird diese gesamte Thematik mit verschiedenen Konzerten umkreist, die unterschiedlich Stellung nehmen. Sie stellen die betreffenden Komponisten ins Zentrum, sie beziehen sich auf das Werk des Dichters (in diesem Falle Werfel) oder sie kommentieren das Thema oder sind einfach Zeugen der Zeit.
Das Kubus Quartett wird das Konzert, was für die Saarbrücker Sommermusik konzipiert wurde und am 1.10.22 dort in der Schinkelkirche in Bischmisheim zur Aufführung kommen wird, im Zingghaus in Köniz ein erstes Mal präsentieren.
Für diesen Anlass wurde der ukrainischen Komponistin Aljona Kozlova ein Kompositionsauftrag erteilt, die zum inhaltlichen Thema ein Streichquartett komponieren wird. Desweiteren werden Werke von Othmar Schoeck, Dimitrij Schostakowitsch und Valentin Silvestrov erklingen.
Die aktuelle Situation wirft natürlich ein völlig neues Licht auf unsere Komponist*innenauswahl, die aus Russland und der Ukraine stammen. Wir werden uns diesem Spannungsfeld nicht entziehen, sondern uns bewusst mit dem Thema beschäftigen.
Eintritt frei - Kollekte
Reservationen per Mail an Trude Mészár -> trudemeszar@googlemail.com
PROGRAMM
Valentin Silvestrov (*1937)
Ikone für Streichquartett (2004)
Dimitrij Schostakowitsch (1906-1975) Streichquartett Nr.7 fis-Moll op.108 (1960)
Aljona Kozlova (*1979)
Neues Werk für Streichquartett (UA)
Othmar Schoeck (1886-1957) Streichquartett Nr. 2 C-Dur op. 37 (1923)
Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet das Quartett mit Ruedi Häusermann, zum Beispiel im Theatralischen Konzert „Letzter Aufruf für Ursin und Kubus“ oder im musikalischen Bühnenprojekt mit dem Jazztrio Häusermann-Käppeli-Meier.
Von 2018-2020 hatte das Kubus Quartett die Künstlerische Leitung bei „Junge Solisten-Arosa Kultur“ übernommen.
Im 2020 erarbeiteten sie eine eigene Produktion im Rahmen des Musikfestivals Bern. Die multimodale Konzertperformance „mágma klaffôn“ wird dieses Jahr in Kassel zu sehen sein.
Inzwischen hat sich das Quartett zu einem flexiblen Klangkörper entwickelt, welches in wechselnden Besetzungen auftritt. Im heutigen Konzert musizieren Sonya Suldina, Liese Mészár, Sophie Wahlmüller und Trude Mészár. Die Musikerinnen sind auch in anderen Formationen aktiv wie der Basel Sinfonietta, dem 21st Century Orchestra, im Ensemble „ö“, dem Ensemble Lemniscate und regelmässig zu Gast bei Collegium Novum Zürich.